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19.07.21

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Ein Modegetränk aus der Apotheke


Die Spirituose Gin erlebte in den letzten 10 Jahren eine echte Renaissance und avancierte auf der ganzen Welt zum Modegetränk. Aber ursprünglich stammt er aus der Apotheke. Und bei der Herstellung des Gins kommen Handwerkstechniken zum Einsatz, die in Apotheken immer noch benutzt werden.

Hunderte neuer Destillate werden jährlich fachmännisch verkostet und über die Auswahl des richtigen Tonics wird in Kennerkreisen lange philosophiert. Obwohl Gin kein Heilmittel ist, soll seine Herstellung Gegenstand meiner Betrachtungen sein, denn diese steht beispielhaft für pharmazeutische Verfahrenstechnik, also für „die gute alte Apothekerkunst“ und da auch die Auswahl der sogenannten Botanicals (der Apotheker nennt diese Drogen) sich wie ein WHO IS WHO der Heilpflanzen liest, lag es nahe, sich mit diesem Destillat näher zu beschäftigen und, ich gebe es zu, selber im Studium Gelerntes praktisch umzusetzen. Gin wird immer durch Destillation gewonnen. Dieser Prozess ist in der Vorstellung der meisten Menschen untrennbar mit den Laboratorien alter Apotheken verbunden und wurde tatsächlich vom späten Mittelalter bis zur Neuzeit dort angewandt.

Das Wort Destillation bezeichnet ein thermo-physikalisches Verfahren, um Flüssigkeitsgemische zu trennen oder zu reinigen. Dafür müssen die Flüssigkeiten unterschiedliche Siedepunkte aufweisen und sich durch die anschließende Kondensation voneinander trennen lassen. Ein einfaches Beispiel ist das Brennen von Alkohol. Hier wird Alkohol (Siedepunkt 80 Grad) vom Wasser (Siedepunkt 100 Grad) getrennt. Bei der Gin-Herstellung wird der niedrige Siedepunkt des Alkohols genutzt, um den verwendeten Kräutern ihre ätherischen Öle zu entreißen, die wiederum viel besser in Alkohol als in Wasser löslich sind. Die Apparatur besteht aus einem Brennkessel mit einem Aromakorb, in dem sich das Pflanzenmaterial befindet. Der Alkohol strömt an diesem vorbei und reichert sich mit den Aromen an, um im nachfolgenden Kühlkessel zu kondensieren um am Ende eines Kühlrohres aufgefangen zu werden. So entsteht in groben Zügen ein Gin-Destillat, das zum Schluss noch auf den korrekten Alkoholgehalt verdünnt werden muss. Im England des 17. Jahrhunderts entstand der „Ur-Gin“, ursprünglich um den abscheulichen Geschmack von schlecht gebranntem Fusel mit Kräuteraromen zu überdecken. Die Bezeichnung Gin leitet sich vom holländischen Wort „Genever“ für Wacholder ab. Diese Frucht muss in jedem Fall vorhanden sein, wenn das Destillat sich als Gin bezeichnen will. Wacholder ist also die Pflicht, die Kür besteht aus der Komposition weiterer Botanicals und hier sind dem Brennmeister keinerlei Grenzen gesetzt. Alle verwendeten Pflanzen wiederum verfügen auch über Heilwirkungen, die in alten Zeiten auch pharmazeutisch genutzt wurden und in unserer Zeit wiederentdeckt werden. Im Gin werden sie natürlich nur ihres Geschmackes wegen genutzt.
 
PS: Unseren hauseigenen Gin "Alles kann, nichts muss - Der Gin für mehr Toleranz" wird es bald in unserem Onlineshop zu kaufen geben! :)


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